Am Montag, dem 14.09.2026, übergaben Frau Bettina Zimmermann sowie Frau Brigitte Großer die Chronik des Extrachors des Theaters Plauen-Zwickau dem Stadtarchiv.
Brigitte Großer war seit 1965 Mitglied des Extrachors. Bettina Zimmermann, ebenfalls Mitglied des Chors, führte die Chronik von 2018 bis 2021. Die Chronik des Extrachors umfasst 28 Bände im Zeitraum von 1958/59 bis 2021. Bis 2018 wurde sie von Waltraud Lindner als Chronistin geführt. Unterstützt wurde sie dabei tatkräftig von Bettina Zimmermann ab den 80er Jahren.
An dieser Stelle möchten wir Ihnen den Extrachor des Stadttheaters Zwickau (später Zwickau-Plauen) vorstellen.
Der Extrachor wurde 1958/59 von Chordirektor Martin Brückner gegründet und bezog zu Beginn seine Mitglieder von den verschiedenen Betriebschören der Stadt Zwickau.
Im Laufe der Zeit gab es dann insgesamt 13 Chordirektoren, welche in der Chronik, die bis 2021 geführt wurde, verewigt wurden.
Dabei war der Chor nie ein Vollzeit-Arbeitgeber, sodass die Mitglieder oftmals nach ihrer eigentlichen Arbeit zur Probe oder direkt zu einem Auftritt fuhren.
Insgesamt wurde diese Arbeitsweise bis 2019 beibehalten. Mit dem Ausbruch der
Corona-Pandemie wurden Proben und Auftritte unmöglich. Durch den daraus erfolgten Mitgliederverlust und andere Umstände wurden die Arbeiten an der Chronik 2021 eingestellt und diese damit beendet.
Insgesamt dokumentiert die Chronik des Extrachors des Theaters Zwickau-Plauen also das Wirken des Chors ab dem Jahr 1959 bis 2021.
Nach entsprechender Aufnahme in die Datenbanken des Stadtarchivs können diese Bände unter Berücksichtigung geltender Schutzfristen und des Urheberrechts zukünftig von Interessenten genutzt werden.
Zur Einordnung der Extrachorbände: Sie finden Eingang in den Sammlungsbestand des Archivs, der unter anderem auch die sogenannte Theatersammlung und die Theaterfotosammlung umfasst. Allein die Theaterfotosammlung hat eine Größenordnung von 18 laufenden Metern und beinhaltete tausende Fotos von Vorführungen des Theaters. Neben Akten zu Bau und Verwaltung des Theaters existiert im Stadtarchiv weiterhin die Theatersammlung, die das Theaterschaffen von "gestern" dokumentiert. Die Sammlung umfasst Theaterzettel, Programme, Plakate, Werbematerial, Kritiken und Szenenfotos. Das Theater verfügte zwar selbst über eine umfangreiche Sammlung, doch fiel diese im Juli 1954 dem Hochwasser der Mulde zum Opfer. 1966 wurde im Archiv mit dem Aufbau einer neuen Sammlung begonnen. Der Hilferuf in der Presse fand damals unter Theaterfreunden ein starkes Echo: So konnte in kurzer Zeit ein ansehnlicher Bestand zusammengetragen werden, der bis in die Gegenwart weiterführend ergänzt wurde. Teil der Sammlung sind die Nachlässe der Theaterfotografin Ursula Höhnerbach (Theaterfotografin von 1963-2002) und des Musikdirektors und Dirigenten des Städtischen Orchesters Kurt Barth. Die ältesten Stücke der Theatersammlung datieren von 1861. Ab 1945 sind nunmehr Spielpläne und Programmhefte nahezu vollständig vorhanden.